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Armoiries de Bergues
Unsere Stadt Bergues entstand im 9.Jahrhundert am Rande eines Sumpfgebiets auf einer Anhöhe, dem Groenberg (22 Meter).
 

Baudouin der Kahle, Graf von Flandern, versieht die Stadt im Jahr 882 mit Wehranlagen , um sie vor den Überfällen der Normannen zu sichern.

Um 900 vertraut ihm die Stadt Bergues die Reliquien des Hl. Ster Winoc an, der gegen Ende des 7.Jahrhunderts in der Region missioniert hatte.

Im Jahr 1022 wird die dafür errichtete Kirche durch Baudouin Schönbart zur Abtei ausgebaut. In der Folge werden die Sümpfe vor der Stadt trockengelegt, auf den entstehenden Flächen breitet sich daraufhin das flämische Tuchmacherhandwerk aus.

Ab dem XI. Jahrhundert ist eine Münzpräge nachweisbar; seit dem XIII. Jahrhundert gehört Bergues zur Hanse von London, die Tuchherstellung und der Handel mit Tüchern weiten sich aus.

 

Als festem Sitz eines Hausmeiers erlaubt Gräfin Johanna der Stadt, eine eigene Stadtverordnung zu erlassen. Symbole dieser neuen Freiheit sind der erste Belfried (Stadtturm), die Markthalle, ein eigenes Stadtsiegel und ein Stadtwappen, das den flämischen Löwen zeigt. In der Folge entwickelt sich Bergues zu einer der wichtigsten Städte Westflanderns.

Es sind sieben Feuersbrünste überliefert, die in Bergues wüten, in den Jahren 1383 und 1558 brennt der Ort bis auf die Grundmauern nieder.

Mehrere Kriegszüge verheeren den Ort. Zunächst von Robert von Artois erobert und später an Flandern zurückgegeben, wird Bergues im Zuge des Hundertjährigen Krieges von den Engländern belagert und schließlich im Jahre 1383 von den Franzosen niedergebrannt.

Durch den Frieden von Aachen 1668 wird Bergues Frankreich zugeschlagen, Vauban, Festungsbaumeister Ludwigs XIV., umgibt sie mit einem Gürtel aus starken Bastionen.

Alphonse de LamartineWährend der Französischen Revolution von 1789 werden viele kirchliche Gebäude zerstört, so die mächtige Abtei Ster Winoc und sämtliche Klöster.

Ab 1833 wird die Region durch den Abgeordneten Lamartine im französischen Parlament vertreten.

Während des 1. Weltkrieges treffen Bergues deutsche Fliegerbomben. Bei der Evakuierung der britischen und französischen Soldaten im Jahr 1940 (Operation Dynamo) vor der herannahenden Wehrmacht wurde Bergues durch deutsche Bombenangriffe zu 80% zerstört, darunter auch der prächtige Belfried, das Wahrzeichen der Stadt.

Heute ist Bergues eine freundliche Stadt, in der es sich gut leben lässt. Ein auf den Erhalt alter Bausubstanz bedachter Wiederaufbau hat es dem Ort erlaubt, seinen flämischen Charakter zu bewahren. Nicht umsonst wird Bergues Flanderns zweites Brügge" genannt.

2007 wurde die beschauliche Ruhe des Städtchens ein wenig durch den Komiker Dany Boon durcheinander gewirbelt, der in Bergues seinen Film "Willkommen bei den Sch'tis" drehte, ein Film, dessen Erfolg von großer Bedeutung für die touristische Zukunft der Stadt ist.

 

Vielen Dank an Berthold Seibold fûr die Übersetzung.

Aktualisierung : 06-09-2010
 

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Mise à jour : lundi 06 septembre 2010

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